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Umweltbewusstsein - Potenzial für eine umfassende Veränderung
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Wesenhaft natürlich sein, naturgemäß leben, mit Natur und Umwelt möglichst friedlich koexistieren, das sind Herausforderungen, die allein die Spezies Mensch betreffen. Dabei ist "Natürlichkeit" nicht unbedingt der erträumte heile, unberührte Naturzustand.
Da es diesen Zustand heute nicht mehr geben kann und die Naturauffassung vielleicht von jeher falsch oder einseitig war, müssen wir unter Natürlichkeit im modernen Dasein etwas anderes verstehen. Wir müssen die Natur schützen, aber auch Kompromisse eingehen. Doch das kann niemals heißen, rücksichtslos für den augenblicklichen Vorteil Lebensgrundlagen zu zerstören oder solches Vorgehen irgendwo auf der Welt hinzunehmen und zuzulassen. Freilich gibt es vor der eigenen Haustür mehr als ausreichend Kehrmaterial!
Es kommt darauf an, ein Bewusstsein zu entwickelt, das über vage Vorstellungen vom Naturgeheimnis und von der natürlichen Kraft zur Regeneration hinausgeht und eine aktive Rolle in der lebensgerechten Gestaltung der Umwelt übernehmen kann.
Die Natur scheint bereits entzaubert. Indessen bekommt die Naturwissenschaft im Zuge der unvorhersehbaren Natur-Ausschläge immer häufiger ihre Grenzen aufgezeigt. - Die Vorboten des großen Klimawandels sprechen eine deutliche Sprache |
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Strittig ist aber noch, ob die Umweltzerstörung bereits unumkehrbar geworden ist und der Mensch mehr oder weniger machtlos zuschauen muss. Alle Technik und unser derzeitiges Umweltbewusstsein zusammengenommen könnten bereits nicht mehr ausreichen, um die Folgen effizient einzudämmen. In diesem Fall gilt es, sich anzupassen wie es die Evolution ohnehin von allen Lebewesen fordert und vom Menschen ganz besonders. Der Schlüssel zu positiver Veränderung und die große Hoffnung zur Bewältigung der Zukunft unter erschwerten Bedingungen ist nach wie vor der menschliche Geist. Dies ist die machtvollste Komponente, welche der Mensch als herausragender Naturbestandteil ins Spiel bringt.
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Nur wenn die Zusammenhänge klar bewusst gemacht werden, nicht nur jene Regeln der Ökologie, viel mehr die andere Basis unseres Menschseins, nämlich die geistige und emotionale Beziehung zur Natur, besteht die Chance, annähernd naturgemäß zu leben und zu wirtschaften. Die emotionale Komponente ist deshalb so wichtig, weil Rationalität allein nicht ausreicht, um Probleme zu lösen und Nachhaltigkeit wirklich zu erreichen.
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Dies ist beileibe keine romantische Verklärung, sondern Einsicht in die Ganzheit der Natur und unserer Selbst. Und ein neues Bewusstsein ist dringend notwendig, um eine grundlegende Ethik des menschlichen Handelns zu entwickeln und zu befolgen, ein globales Wertesystem, das dem Überleben dient und lebenswerte Zustände in Aussicht stellen kann. Insofern können sämtliche Überschwemmungen, Dürren, Stürme und sonstige Wetter-Kapriolen nicht nur als Zeichen der Naturveränderung aufgrund menschlicher Eingriffe und Fehler, sondern mehr noch als notwendige Mahnungen verstanden werden. Die Katastrophen sollten uns wachrütteln, um den notwendigen Umbruch im Denken und Handeln, der sich bereits schwach anbahnt, rascher herbeizuführen.
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